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Unsere Gemeinde ist noch gar nicht so alt.
Vor der Gründung der Kirchengemeinde Bövinghausen im Jahre 1911
gehörten die Ortsteile Bövinghausen und Westrich zur Kirchengemeinde
Lütgendortmund, der Ortsteil Merklinde zur Luther-Kirchengemeinde
in Castrop.
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An der von Napoleon erbauten "Provinzstraße" lagen nur ein paar Bauernhöfe und Bürgerhäuser. In der Gastwirtschaft Provinzialstr. 398 wurden die Pferde der Postkutsche gewechselt. | ||
| 1898 wollte man für den Schacht I der Zeche Zollern in Kirchlinde einen Luftschacht in Bövinghausen bauen. Dabei wurde fettreiche Kohle gefunden. Man entschloß sich, zwei Schächte zu bauen, einen zur Belüftung für den Schacht in Kirchlinde (Zollern IV), den anderen zur Kohleförderung (Zollern II). Dieser bekam zur Belüftung in Kirchlinde den Schacht Zollern III gebaut. | ![]() |
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| Das Dorf Bövinghausen blühte auf durch den Bau der Zeche Zollern II/IV. Mit der ersten elektrischen Fördermaschine der Welt bekamen auch die Straßen in Bövinghausen ihre Straßenbeleuchtung. Es begann ein Zuzug an Menschen aus ganz Europa, vor allem aus Ostpreußen. | |||
| In Gartenstadtarchitektur wurde eine erste Zechensiedlung erbaut, noch heute ein Schmuckstück im Ort, später in den zwanziger Jahren wurde eine zweite Siedlung an der Ober- und Unterdelle nötig. | ![]() |
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| Am 1.April 1908 kam es zur Gründung des Kirchbauvereins, die ev. Christen wollten nicht immer bis Castrop oder nach Lütgendortmund laufen. | |||
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| Am 1.1.1911 wurde die Ev. Kirchengemeinde Bövinghausen gegründet, im Mai 1914 der Grundstein zu Kirche und Pfarrhaus gelegt. Mitten im 1. Weltkrieg, am 5.9.1915 wurde die neu errichtete Jugendstilkirche des Baumeisters Becker eingeweiht. Die Kriegsjahre waren auch in der Heimat hart, es wurde viel gehungert. | ![]() |
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1919 hatte die Gemeinde 3.800 Gemeindeglieder, es kam nach dem Krieg
zu einer Austrittswelle von 200 Gemeindegliedern, die den kaisertreuen,
kriegsverherrlichenden Kurs der Ev. Kirche Westfalens mißbilligten.
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Im Nov. 1926 gibt es eine landeskirchliche Visitation, der Wunsch nach einem eigenen Gemeindehaus wird geäußert. Der eine Raum neben der Kirche, der "Alte Kirchsaal", in dem in Schichten "Frauenhülfe", Konfirmandenunterricht und Gruppenstunden stattfinden, ist zu klein geworden. 1930 wird ein Posaunenchor gegründet. Hier
ist eine historische Aufnahme
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| 1933 schließt sich ein Teil der Gemeinde an die Bekenntnissynode gegen die verordnete Staatskirche und gegen die "Deutschen Christen" an. Die "Luthereiche" zu dessen 450. Geburtstag wird aber auf Anordnung des Reichsbischofs Müller zum 450. Geburtstags Martin Luthers vor der Kirche gepflanzt. Noch heute bietet sie Spaziergängern auf der Rundbank Rast und Schatten. | |
| 1937 wird eine Kirchenkollekte beschlagnahmt. Deutsche Christen und Bekenntnisgemeinde streiten um deren Rechtmäßigkeit. Als in Berlin der freigesprochene Pastor Martin Niemöller durch die GESTAPO verhaftet wird, schreibt auch der bekennende Teil der Gemeinde einen Protestbrief und richtet sich gegen die Aufhebung der Kirchenordnung und gegen die Auflösung der Gemeindevertretungen durch die Deutschen Christen. | |
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1939 wird der aus Brasilien kommende Pfarrer Kreutler gewählt,
nachdem Pfr. Held die Gemeinde verlassen hat. In den kommenden Kriegsjahren
leistet er vorbildliche Seelsorgearbeit an den durch Gefallenen-Nachrichten
schwer getroffenen Gemeindegliedern.
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| In den letzten Kriegstagen wollen einige aus dem letzten Aufgebot der "Heimatfront" Bövinghausen gegen die auf der Provinzialstraße von Castrop herauffahrenden amerikanischen Panzer verteidigen und nehmen die Panzer unter Beschuß. Die Panzer vermuten die Widerständler im Kirchturm und nehmen die Kirche unter Beschuß. Das Kirchendach und -gewölbe stürzt unter den Treffern in sich zusammen. | ![]() |
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Ab Sommer 1945 werden die Kirche und das ebenfalls stark
beschädigte Pfarrhaus mit Hilfe der Zeche Zollern repariert. Den Bergleuten
gelingt es, das Kirchengewölbe mit Hammer, Beil, Nägeln, Drahtgeflecht
und handwerklichem Geschick wieder herzustellen.
Schon im September 1947 kann die Kirche wieder in den Dienst gestellt werden. Doch nicht allein der Kirche wird geholfen. Pfr. Kreutler bestellt bei der Zeche heimlich auch Baumaterial für die zerstörten Dächer seiner Gemeindeglieder, bis die Zechenleitung sich wundert, wieviel Holz ein Kirchendach benötigt. Linke Seite ein Fußballspiel am heutigen Dornackerweg in Merklinde. Im Hintergrund ist die eingeschossige Barackensiedlung zu sehen, in der kinderreiche Flüchtlingsfamilien untergebracht wurden. In der Mitte im Hintergrund die Türme der Zeche Zollern 2/4, rechts im Hintergrund die "Bergmann-Häuser" an der heutigen Bockenfelder Str. |
| 1951 kommt wieder eine Landeskirchliche Visitiation, der
Neubau von Gemeindehaus und Kindergarten wird gewünscht, 1951 hat
die Gemeinde ca. 6.500 Gemeindeglieder.
1959 ist rege Bautätigkeit im Ort, die Siedlungen in Merklinde an der Harkortstraße und in Bövinghausen an der Neptunstr., Stemmkeweg werden gebaut, die Gemeinde wächst auf ca 8.000 Gemeindeglieder. |
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Anfang der 60er Jahre wird die Kirche renoviert, sie erhält
ein weißes, schlichtes Aussehen.
Im April 1975 wird der Evangelische Kindergarten nach einjähriger Bauzeit eröffnet, im Grundstein zeigt er die "Arche Noah". Im Juli 1979 gibt die Gemeinde als letzte im Kirchenkreis ihre selbständige Verwaltung auf und gliedert sich an das Rentamt DO-West der Vereinigten Kirchenkreise Dortmund und Lünen. Seit April 1980 wird die Gemeindediakonie in die Diakoniestation Lütgendortmund integriert. |
| 1982 feiern beide Frauenhilfen ihr 75-jähriges Bestehen.
Im April 1983 wird im Kindergarten für 9 Kinder eine Teiltagesstätte eröffnet. 1985 wird die Renovierung des Gemeindehauses und ein Anbau nötig. Nach über dreißig Jahren wird 1994 die Kirche renoviert. Unter der Leitung der Sprockhöveler Künstlerin Frau Altenrichter-Dicke gelingt die Rückkehr zum Ursprünglichen mit einigen Jugendstilelementen. (untere Bilder) |
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1998 feiert die wöchentlich stattfindende Altenstube
ihr 25jähriges Jubiläum und auch unser Gemeindehaus steht 25
Jahre.
Im Jahr 2001 geht die Kirchengemeinde "online" ans Netz.
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| In 2006 wurden die Kirchenbänke
ausgetauscht gegen Stühle, die eine flexible Sitzordnung für die verschiedenen Gottesdienste und sonstigen Veranstaltungen ( Elternabende, Kino, Abendmahl an Tischen usw.) ermöglichen. |
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| Einige der Bänke fanden "verkürzt"
einen neuen Platz auf der Turmempore |
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| Da unser Gemeindefest 2006 total verregnet war, fand das Kinderfest kurzerhand in der leergeräumten Kirche statt. - ein Aha - Erlebnis für junge und alte Gemeindeglieder und Gäste, die so etwas noch nicht erlebt haben |
| Abendmahlsfeier
an Tischen am Gründonnerstag 2006 |
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im Bezirk Merklinde - Westrich
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seit Pfingsten 2001 arbeitet Elke Rudloff in einer Schwerpunktpfarrstelle für die 30 bis 50 jährigen Menschen in den beiden Kooperationsgemeinden Lütgendortmund und Bövinghausen. Ihre Aufgabe ist es "distanzierten Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern neue Erfahrungen mit GOTT, Glauben und Gemeinde zu ermöglichen." |
| Seit Juni 2006 arbeitet Uli Thomas in beiden Kirchengemeinden, also in Bövinghausen und Lütgendortmund als Pfarrer. Er ist zu erreichen unter Tel. 0231 61 80 554 im Gemeindehaus in Lütgendortmund. |
1985 wird der Gemeinde eine Hilfsdienststelle zugeordnet. Pastor Dirk Harms-Engelbrecht besetzt sie zuerst 1985, bis er 1987 Studentenpfarrer in Siegen wird. Er kümmert sich vor allem um die Stadtrandsiedlung in Bövinghausen und um Außenstehende der Gemeinde. Ihm zur Seite steht die Sozialarbeiterin Frau Ingrid Habetz auf einer AB-Stelle, später Ralf Neuhaus und Elisabeth Hildebrandt, für kurze Zeit auch Angela Wolf..
NachfolgerInnen in der Hilfsdienststelle werden Pastorin Martina
Oertmann-Haase (+ ) von 1988 - 1990, Sabine Palluch von 1990-1992,
Christian
Höfener von 1992-1993, Birgit Irmer von 1994-1998. Von
1997-2000 arbeitete auch Frau Vikarin Wiebke Moritz-Stache in der
Gemeinde. Von 1997 bis 2003 arbeitete als Pfarrerin im Entsendungsdienst
Frau
Karin Neumann-Arnoldi in der Gemeinde.